LOCALIZE Das Heimatfestival war vom 22. bis 26. Juni 2011 in Potsdam West "In der Tat"
Umgrenzt vom Park Sanssouci, dem Wildpark und der Havel, geöffnet zum Stadtkern, zwischen Schrebergärten, Plattenbauten und Jugendstilfassaden: Potsdam West bildete für LOCALIZE im Sommer 2011 die Ausgangslage, um die Wahrnehmung von Heimat ins Gespräch zu bringen. Mit künstlerischen Zugriffen – zwischen Performance, Film, Installation und Experiment – spürte LOCALIZE Das Heimatfestival vom 22. bis 26. Juni 2011 "In der Tat" den sensiblen Punkt auf, an dem der Charakter eines Raums erfahrbar wird. Von dem zentralem Festivalort, der Villa des Herrn von Holst, zog sich über den Festivalzeitraum ein Netz von Satelliten durch den Stadtraum, die diesen an- und abtasteten, Grenzen umspielten und austesteten.
Pelzige Straßencollagen und illustratorische Experimente veränderten die Wahrnehmung auf alltäglichen Wegen. Orte wurden fiktionalisiert und in Stadterkundungen untersucht, die Kassenhalle im ehemaligen Hans Otto Theater öffnete sich für die wirklich letzte Vorstellung und die Tore zum Stadtteil wurden umtanzt. Workshops und eine Fahrradtour vermittelten andere Zugänge zum Potsdamer Westen. Ungewohnte Blicke auf sich wandelnde Erfahrungsräume wurden im Filmmuseum Potsdam auf die Leinwand gebracht und prämiert. In der Villa des Herrn von Holst zeigte LOCALIZE Das Heimatfestival eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst und brachte spannende Ereignisse auf die Bühne. Von diesem Treffpunkt aus starteten Entdeckungen, Experimente und Streifzüge in den Stadtteil, welche die Festivalorte miteinander in Beziehung setzten.
Eine Festivalzeitung sorgte für Orientierung in Potsdam West und gab einen Überblick über Orte und Menschen, die prägend für diesen Teil Potsdams sind. So wurden im Vorfeld viele produktive Gespräche geführt und Interviews bereitgestellt um sich der Stadtgeschichte anzunähern.
Kurzfilmwettbewerb
Zahlreiche Filmemacher folgten auch 2011 dem Aufruf ihre Sicht auf städtische Wahrnehmung und bürgerschaftliches Engagement im kleinen und großen Stil filmisch zu präsentieren. Aus über 100 Einsendungen wurden Dokumentationen, Animationen und filmische Experimente für die große Leinwand ausgewählt.
GEWINNER 2011
1. Platz: » Ali sein Garten « von Undine Siepker
2. Platz: » Märchendising « von Johanna Ickert
3. Platz: » n gschichtn « von Eva Becker
Publikumspreis: » Ali sein Garten « von Undine Siepker
Die Künstlerin Antje Engelmann, der Regisseur Thomas Frick und Prof. Dr. Heiko Christians, Professor für Medienkulturgeschichte, gaben sich als diesjährige Jurymitglieder die Ehre, die Sieger zu küren.







